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Die Dehnungshaltung

Was ist eigentlich eine Dehnungshaltung und wozu brauchen wir sie?
Die Wirbelsäule des Pferdes besteht aus den Wirbelkörpern und recht langen Dornfortsätzen, die im vorderen Bereich nach hinten und im hinteren Bereich des Pferdes nach vorne zeigen.
Damit das Pferd das Reitergewicht ohne Schädigung tragen kann, ist es wichtig die Rückenmuskulatur zu dehnen, um zu verhindern, daß die Dornfortsätze sich berühren. Dies würde nämlich  zu den sogenannten kissing-spines führen, die in den vergangenen Jahren zunehmend auftreten.  Ein Muskel kann sich nur dehnen, wenn er entweder an einer Seite fixiert ist oder  zwei Kräfte in entgegengesetzter Richtung wirken. Das bedeutet, daß eine alleinige Manipulation im Bereich von Kopf und Hals nicht zu einer Rückendehnung führen kann. Die Streckung des Halses vorwärts-abwärts kann nur dann zu einer Rückendehnung führen, wenn das Becken des Pferdes stabil ist und sozusagen den Muskel an dieser Stelle fixiert beziehungsweise beim Setzen in den Hanken in der Versammlung noch einen Gegenzug auf den Muskel ausübt.
 
Deshalb gilt auch der Grundsatz „Ein Pferd wird von hinten nach vorne gearbeitet“.  Nur wenn das Becken des Pferdes stabil ist, es also in der Tragkraft steht und die Abwärtshaltung nicht zu hoch ist, es nicht durch zu starke Last auf die Vorderbeine aus der  Balance kommt, kann das Pferd in einer Dehnungshaltung gehen. Da die Dehnungshaltung die Rückenmuskulatur des Pferdes strecken soll, muß sie aus der Aktion des Hinterbeins kommen.
Das Pferd vorne zu manipulieren, um ihm den Weg in die Tiefe zu zeigen, wird das Pferd körperlich nicht verbessern. Es wird entweder vorne über kippen oder mit tiefer Kopfhaltung einfach nur daherlaufen. Eine richtige Dehnungshaltung ist dem Pferd nach ein paar Wochen körperlich anzusehen. Es bekommt Reck und das Nackenband wird stärker.
 
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