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Diana  -  22 Jahre alt:

Nach nur zwei Monaten Beritt  hatte sich Dianas Körper-
haltung bereits deutlich verbessert. Die früher explosive
Stute wurde dadurch zu einem umgänglichen Reitpferd.
Diana ließ sich zum Putzen nicht anbinden, bei erstem Mal riss das Halfter und beim zweiten Mal kam gleich ein Stück der Wand mit. Weitere Versuche wurden daraufhin unterlassen. Beim "Spazieren gehen" gelang es zwar die Stute vom Stall weg zu führen, auf dem Rückweg zerrte sie jedoch den Mensch am Strick gnadenlos hinter sich her.

Die ersten Ausritte ins Gelände gingen noch gut, doch in der Halle oder auf dem Außenplatz vermittelte Diana ihrer Reiterin das Gefühl auf einer tickenden Zeitbombe zu sitzen, nach dem Motto: "Drück nicht den falschen Knopf - sonst fliegst Du!" Obwohl sich ihre Besitzerin vorsichtshalber an diese "Ansage" hielt, rollte sich die Stute gerne ein und buckelte bei jedem Angaloppieren.

Nach einiger Zeit traten Lahmheiten und Blockaden an den Halswirbeln auf, für die sich keine medizinische Ursache finden ließen. Diana wurde von einem Osteopathen behandelt, doch die Probleme blieben. Die Besitzerin nahm bei verschiedenen Reitlehrern Unterricht, um so die Schwierigkeiten zu beheben, ohne Erfolg. Einer sah die Ursache von Dianas Problemen in ungenügendem Vorwärtsreiten; aber mit gefühlten 30 km/h durch die Halle zu hetzen, brachte nicht die erhoffte Lösung. Ein Anderer lobte sogar ausdrücklich die "so schön abfedernde Hinterhand" der Stute. 

Positiv sah Dianas Besitzerin den absolut gutmütigen und sozialen Charakter der Stute sowohl Menschen als auch Pferden gegenüber, solange man nichts von ihr wollte.

Eines Tages lernte Dianas Besitzern Ulrike Paulus kennen und die Stute kam für zwei Monate in Beritt. Nach dieser relativ kurzen Zeit hatte sich, so die Besitzerin, das Pferd komplett verändert sowohl im Interieur als auch Exterieur. Durch die begleitenden Erklärungen begann sie nun zu verstehen warum Diana so schwierig war.
 
Sie erfuhrt, dass Dianas Verhalten durch eine hohe Energie und Schubkraft verbunden mit einer starken Abwärtshaltung ausgelöst wurde. Beides brachte Diana aus dem Gleichgewicht. Das Pferd versuchte sich zum Einen mit einer fest gehaltenen Rücken-und Rumpfmuskulatur zu helfen und zum anderen durch Schneller werden einen drohenden Sturz zu vermeiden. Durch die Abwärtshaltungen konnten die Hinterbeine "so schön leicht abfedern", was bedeutete, sie nahmen keine Last auf und die Stute schob sich vorwärts ohne ihre Hanken zu beugen.

Der Schub ging nicht durch den Körper sondern blieb im Kreuz-Darmbeinbereich stecken, wodurch sich ein Karpfenrücken aufgebaut hatte. So konnte Diana den Rücken nicht anheben und musste die gesamte Last des eigenen Körpers und des Reiters alleine mit der Vorhand auffangen. Die Vorderbeine kamen nicht vom Boden, dadurch war das Pferd schwer zu lenken.  

Durch gezielte Übungen vom Boden regte Ulrike Paulus Diana dazu an ihre Rückenmuskulatur wieder zu bewegen. Gleichzeitig lernt sie die Hanken zu beugen. Nun konnte sie auch den Rücken dehnen. Nach und nach wurde der Schwerpunkt verschoben und das Pferd konnte mehr Gewicht mit der Hinterhand aufnehmen. Durch die nun verringerte Abwärtshaltung hörte Diana auf zu Rasen.

Nach dieser Veränderung ihrer Statik war die Stute kaum wieder zu erkennen. Sie hatte kräftig Muskeln aufgebaut, war am Widerrist 5 cm größer geworden und hatte eine viel bessere Körperhaltung. Gleichzeitig hatte sich das Interieur komplett verändert, Diana ist zwar immer noch dominant und energiegeladen aber nicht mehr explosiv. Die vorher zusammen gekniffenen Augen strahlen nun offen und interessiert in die Welt und das Pferd macht seit dem, anders als vor dem Körpertraining, einen rundum zufriedenen Eindruck.
 
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