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Deutsche Reitpony Roxana:
Aus der unterkühlten Zitterstute wird eine fitte Freizeitpartnerin

Roxana Gesamtzzustand wurde durch das Körpertraining deutlich verbessert indihre Körpertemperatur liegt inzwischen im Normalbereich.
Roxana vor Beginn des Körpertrainings zeigt eine abgabaute Oberlinie.
 
Roxanas jetzige Besitzerin hat das 1995 geborene Deutsche Reitpony, als es bereits zwölf Jahre alt war, aus schlechter Haltung geholt. Die Herkunft und die Züchter waren nicht bekannt. Später hat sie durch Zufall erfahren, dass Roxana mit fünf Jahren als Familienpony gekauft wurde. Da sie sich aber nicht von den Kindern reiten ließ jedoch lieb im Umgang war, wurde sie gedeckt und bekam ein Fohlen. Danach wurde sie an einen Händler verkauft. Was in der nächsten Zeit mit ihr geschah bleibt ungewiss.
Mit acht Jahren wird Roxana an einen Reitbetrieb verkauft, der das Pony, das sich nicht als Schulpferd eignet, schnell weiter verkauft. Nun durfte Roxana vier Jahre in gleicher Hand bleiben. Doch auch dort gab es öfter Probleme beim Reiten. Deshalb wurde sie mehrfach in Beritt gegeben. Schließlich entzündete sich ihr Nackenband. Weil das Pony allgemein als "durchgeknallt" galt wurde der Besitzerin geraten, es sei das Beste Roxana einschläfern zu lassen. Dies wollte sie auf keinen Fall und bemühte sich um Hilfe für die Stute. Ein Stallwechsel im Herbst 2006 in eine kleine Reitergemeinschaft tat der inzwischen elfjährigen Roxana gut und ihre damalige Besitzerin suchte weiter nach einer geeigneten Reitbeteiligung. Im Frühjahr 2007 lernte ihre jetzige Besitzerin Roxana kennen. Vier Monate später kaufte sie die Ponystute und ist seitdem ihre alleinige Reiterin.
Damals war Roxana ein extrem ängstliches Pony. Sie begann oft unkontrolliert zu zittern. Die Vorbesitzer berichteten, dass diese Anfälle wohl seit Jahren auftraten auch schon bevor sie das Pony kauften. Zwei Jahre später erlitt Roxana, inzwischen 14jährig einen Gleichbeinbruch hinten links und erkrankte im Sommer darauf an der Lunge. Es wurde eine Allergie diagnostiziert, die in abgeschwächter Form im Sommer regelmäßig auftrat. Doch Roxana ist ein zähes Pony mit viel Lebenswillen. Durch intensive und mühsame Pflege ihrer Besitzerin wurde sie langsam wieder gesund. Dadurch entstand eine starke Bindung zwischen der Stute und ihrer Reiterin und Roxanas Ängstlichkeit schwächte sich langsam ab. Doch wenn Roxana in den großen Ställen zusammen mit vielen Pferde auf der Weide sein musste, wurde sie von den anderen Pferden manchmal gemobbt. Deshalb wechselte Roxanas Besitzerin zwei Mal den Stall bis sie Anfang 2012 die optimale Anlage mit Reithalle und den besten Bedingungen für die Pferdehaltung gefunden hatte.
Im Mai 2012 lernte sie Ulrike Paulus kennen und arbeitet seitdem zusammen mit ihr gleichzeitig an der Verbesserung der Körperhaltung und der Gesundheit ihrer Ponystute. Eine erste Bestandsaufnahme durch Ulrike Paulus ergab, dass Roxana kaum bemuskelt war und ihr Becken schief stand, da sich die Wirbelsäule gedreht hatte. Beim Reiten war Roxana auf Grund ihrer Abwärtshaltung stark kopflastig und rollte den Kopf oft Richtung Brust ein. Ab und zu verwarf sie sich im Hals und hielt den Kopf schief, die Ohren nach rechts und das Maul nach links. Im Trab schmiss sie die Beine zwar spektakulär nach vorn, jedoch mit eher trudelnden Bewegungen. Roxana war noch immer extrem ängstlich und begann zu zittern wenn sie durch starken Lichteinfall oder Schatten aber auch von Wasserrinnsalen irritiert wurde.
Als Ulrike Paulus zum ersten Mal einen dieser Zitteranfälle sah, griff sie sofort zum Fieberthermometer. Es zeigte sich, dass das Pony mit 36,3 Grad eine erhebliche Untertemperatur aufwies. Dieser Zustand bestand wahrscheinlich schon seit Jahren unbemerkt, weil niemand, auch kein Tierarzt, auf den Gedanken kam die Körpertemperatur des Ponys zu überprüfen. In der Folgezeit wurde nun regelmäßig Roxanas Körpertemperatur sowohl vor als auch nach der Arbeit gemessen. Nach vier Wochen war sie bereits auf 36,8 Grad angestiegen und lag nach einem weiteren Vierteiljahr annähernd im Normalbereich bei 37,2 Grad.
In dieser Zeit hat Ulrike Paulus Roxanas Besitzerin ein Mal pro Woche angeleitet, ihr Pony nach und nach zu einer besseren Selbsthaltung anzuregen. Sie begannen das Pony über den Rücken geradezurichten und verminderten die Abwärtshaltung. Im Zuge dieser Arbeit baute Roxana wieder Muskeln auf und ihr Bewegungsablauf wurde weniger spektakulär, dafür aber sicher ohne zu schwanken. Heute ist die Ponystute weitgehend ausgeglichen und ihre Besitzerin reitet regelmäßig mit Roxana ins Gelände.
 
 
 
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